Die Europäische Freiheitsglocke - Ein herausragendes Denkmal in Gifhorn
In Gifhorn entstand in den letzten Monaten aus privater Initiative ein Denkmal von herausragender Bedeutung: die Europäische Freiheitsglocke.
Das Denkmal wird unweit der Bromer Straße zwischen dem Parkplatz des Internationalen Mühlenmuseums und dem Europäischen Kunsthandwerker-Institut (Schirmherr Michail Gorbatschow) errichtet. Es hat eine Höhe von 16 Metern und eine Grundfläche von ca. 20 x 20 Metern. Nach Abschluss aller Arbeiten sollen zudem die Fahnen aller Länder Europas rund um das Denkmal herum wehen und vier große Bronze-Platten werden historisch bedeutsame Ereignisse aus Amerika, Russland, Polen und Deutschland zeigen. Die Schirmherrschaft für das Denkmal hat Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff übernommen. Träger des Projektes ist der gemeinnützige Verein „Die Brücke“ e.V.
Finanziert wird das Denkmal, dessen Gesamtkosten sich auf rund 230.000 Euro belaufen, durch Spenden- und Sponsorengelder. Einzelne Privatpersonen aus Gifhorn, aber auch aus anderen Regionen haben bereits namhafte Beträge gespendet. Öffentliche Zuwendungen, z.B. von Stadt und Landkreis Gifhorn, konnten bisher leider nicht verzeichnet werden. Weitere Spender werden noch gesucht.
Mit dem Bau des Denkmals soll dauerhaft an den Fall des „Eisernen Vorhangs“, der Grenze zwischen West- und Osteuropa, erinnert werden. Der Landkreis Gifhorn war bis 1990 geographisch gesehen „Grenzgebiet“, heute dagegen liegt er mitten in Deutschland und gleichzeitig im Zentrum Europas. Vor diesem Hintergrund bietet sich Gifhorn als Standort für dieses Denkmal an wie kaum eine andere Stadt.
Bereits 1996 konnte hier eine russisch-orthodoxe Holzkirche feierlich geweiht werden, die aus Anlass des 50-jährigen Endes des Zweiten Weltkriegs errichtet wurde. Die Kirche wurde 1995 durch Patriarch Aleksij II anlässlich seines offiziellen Deutschlands-Aufenthaltes besucht (siehe auch Informationen unter www.russisch-orthodoxe-holzkirche.de)
Die Idee, die „Europäische Freiheitsglocke“ für Gifhorn zu gießen, entstammt den Aktivitäten rund um das Europäische Kunsthandwerker-Institut. Dieses ebenfalls aus rein privater Initiative, in Eigenleistung und ohne öffentliche Förderung durch den Gründer und Betreiber des benachbarten Internationalen Mühlenmuseums, Horst Wrobel, in den vergangenen 11 Jahren im altrussischen Klosterstil errichtete Gebäude beinhaltet als zentralen Gebäudeteil eine Glockengießerei. Hier sollen zukünftig Glocken unterschiedlicher Größe gegossen werden und das jahrhundertealte, traditionelle Handwerk des Glockengießens für Besucher erlebbar sein. Im Zuge der Bauarbeiten für das Kunsthandwerker-Institut erwuchs der Wunsch, zur Einweihung dieses einmaligen Gebäudes in der Glockengießerei durch den Schirmherrn Michail Gorbatschow eine Glocke zu gießen, welche die Intention des Kunsthandwerker-Institutes, nämlich das Zusammenführen von Ost- und Westeuropa auf kulturellem und handwerklichem Gebiet, bedeutungsvoll untermauert.
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Bereits im September 1992 konnte dem heutigen russischen Präsidenten Wladimir Putin das Projekt vorgestellt werden, als dieser zusammen mit dem damaligen weißrussischen Parlamentspräsidenten Stanislav Schuschkewitsch und dem damaligen Bürgermeister von St. Petersburg Anatoni Sobtschak das Internationale Mühlenmuseum besuchte und eine hier beim I.P.I-Kongress 1991 gegossene Glocke für St. Petersburg entgegen nahm.
Leider stellte sich heraus, dass die technischen Möglichkeiten den Guss einer so großen Glocke im Kunsthandwerker-Institut zur Zeit noch nicht ermöglichen. Es konnte aber erfreulicherweise, nach intensiver Suche in verschiedenen Ländern Europas, eine erfahrene Gießerei gefunden werden, die sich der Herausforderung dieses Projektes annahm. So erfolgte am 28. Juni 2007 in der traditionsreichen niederländischen Glockengießerei „Royal Eijsbouts“ in Asten der Guss der über 10 Tonnen schweren und einen stattlichen Durchmesser von 2,5 Metern aufweisenden Europäischen Freiheitsglocke.
Der Weg vom Kunsthandwerker-Institut in die Niederlande führt dennoch letztendlich zurück nach Gifhorn, da „Royal Eijsbouts“ im Gifhorner Institut eine Dependance einrichten will. Deshalb ist der Standort der Freiheitsglocke in Gifhorn in Nachbarschaft zum Europäischen Kunsthandwerker-Institut und unweit der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze richtig und logisch.
Die Glocke soll der Freude Ausdruck verleihen, dass durch den friedlichen Fall der Grenzen neue Möglichkeiten für ein zukünftiges Miteinander der Menschen in verschiedenen Ländern Europas und der Welt möglich wurden. Sie soll aber gleichzeitig zukunftsgerichtet auch ermuntern, Trennendes immer wieder friedlich zu überwinden.
Nachfolgende Generationen werden erinnert an die Leistungen der mutigen Staatsmänner Michail Gorbatschow (Sowjetunion), George Bush sen. (USA), Gyula Horn (Ungarn) und Helmut Kohl (Deutschland). Auf der Glocke wurden die Gesichter dieser Persönlichkeiten abgebildet sein nebst eigens von ihnen persönlich verfassten Widmungen. So wird dieses Denkmal ein Unikat und mit Sicherheit selbst geschichtlichen Charakter erlangen.
Für das Denkmal haben weiterhin Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Karl Kardinal Lehmann (Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz) und Bischof Wolfgang Huber (Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche Deutschlands) persönliche Widmungen verfasst, die den Glockenturm zieren werden.
Die Glocke wurde in Anwesenheit einer Gifhorner Delegation im niederländischen Asten gegossen. Sie überwältigt durch ihre Ausdruckskraft und Einmaligkeit.
Die feierliche Einweihung der Europäischen Freiheitsglocke wird am 9. November 2007 um 15 Uhr erfolgen.
Verein "Die Brücke" e.V.
Geschäftsführer Philipp Oppermann
Bromer Straße 2
38518 Gifhorn
Tel. 05371 - 81 30 94 und 55 466
Fax: 05371 - 81 30 95 und 55 640
Mobil: 0160 - 44 54 049
e-Mail: philipp.oppermann@muehlenmuseum.de
www.institut-diebruecke.de
"Presse-Information Einweihung"
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